Ostschweizer Brauereien kämpfen mit anderer Strategie

Die Brauerei Schützengarten in St. Gallen und die Brauerei Locher in Appenzell sind noch die einzigen eigenständigen, grossen Brauereien in der Schweiz. Diesen Trumpf spielen sie auch im Marketing aus.

Die Brauerei Locher in Appenzell produziert heute rund 160'000 Hektoliter Bier pro Jahr. Mitte der 90er-Jahre waren es noch 10'000 Hektoliter. Dieses Wachstum macht sich in der kleinen Appenzeller Brauerei bemerkbar. Trotz jährlichen Investitionen sind die Platzverhältnisse eng.

Auch die Braurerei Schützengarten in St. Gallen ist in den letzten Jahren gewachsen. Allerdings weniger schnell. Sie produziert heute rund 170'000 Hektoliter Bier pro Jahr. Auch Schützengarten baut zurzeit ein Lager aus, sagt Geschäftsführer Reto Preisig.

Etikette nützt mehr als Braukunst

Die beiden Brauereien haben eine lange Geschichte. Diesen Trumpf spielen sie auch im Marketing aus. Karl Locher, der Geschäftsführer der Brauerei in Appenzell, räumt gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF ein, dass die Lagerbiere in der Schweiz sehr ähnlich schmecken.

Das Marketing ist im Biermarkt deshalb entscheidend. Appenzeller Bier setzt dabei vor allem auf die Innerrhoder Bergwelt. Schützengarten kann auf eine über 230jährige Geschichte zurückblicken.

Die beiden Brauereien wollen auch in Zukunft wachsen. Allerdings habe sich das Wachstum verlangsamt, sagt Locher. Und auch Preisig betont: «Wir wollen nur moderat wachsen.»