Ostschweizer Förster holzen weniger

Im vergangenen Winter waren die Waldböden in tieferen Lagen kaum gefroren und meist sehr nass. Deshalb konnten die Forstbetriebe weniger Holz ernten. Für den Wald ist das in der heutigen Situation gut, für die Betriebe kann es zum Problem werden.

Zwei Waldarbeiter auf einem verschneiten Waldboden am Arbeiten. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Wegen des milden Winters konnte weniger Holz geerntet werden. Keystone

Genaue Zahlen für den Winter 2013/2014 gibt es noch nicht. Daniel Böhi vom Thurgauer Forstamt rechnet aber damit, dass die Ernte rund ein Drittel tiefer ausfällt als in durchschnittlichen Jahren. Bereits letztes Jahr wurde unterdurchschnittlich viel Holz geerntet.

Schuld an der Minder-Ernte sind die nassen Böden aufgrund des milden Winters. Deshalb konnten die schweren Maschinen nicht in den Wald fahren, weil sie sonst irreparable Schäden verursacht hätten.

«Für den Wald ist das kein Problem», sagt Böhi gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. Nach dem Sturm Lothar und einer Käferplage habe man den Wald übernutzt. Deshalb könne man nun gut weniger ernten.

Für die Forstbetriebe ist die geringere Ernte allerdings ein Problem. Sie erhalten so für ihre Arbeit kein Geld.