Ostschweizer Hochschulen fürchten um europäische Forschungsgelder

Es geht um Millionenbeträge: Nachdem die EU das Forschungsabkommen «Horizon 2020» sistiert hat, stehen die Hochschulen vor Finanzierungsproblemen. Die HSR in Rapperswil rechnete mit bis zu drei Millionen Franken, die HTW in Chur mit bis zu einer halben Million Franken.

Ein Forschungsprojekt an der Hochschule für Technik in Rapperswil. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Hochschule für Technik Rapperswil hofft, dass der Bund eine Lösung für die fehlenden Gelder findet. zVg

Die EU hat die Verhandlungen über das Forschungsabkommen «Horizon 2020» bis auf weiteres ausgesetzt. Hintergrund ist die Volksabstimmung zur Masseneinwanderung. Das Forschungsprogramm läuft seit diesem Jahr und dauert bis ins Jahr 2020.

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur will deshalb nun andere Finanzierungsquellen anzapfen, um die Forschungsprojekte zu finanzieren. Dabei geht es vor allem um Projekte im Bereich Tourismus.

Hermann Mettler, Rektor der Hochschule für Technik in Rapperswil HSR hofft auf eine Lösung des Bundes: Bisher habe der Bund Geld an das europäische Programm bezahlt. Fällt das Abkommen weg, könnte der Bund diese Gelder in der Schweiz verteilen, so Mettler.