Ostschweizer Kantonalbanken verschärfen Praxis

Die Appenzeller Kantonalbank will nur noch Kunden aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Allen anderen Kunden schickte die Bank einen Brief mit der Kündigung. Auch die Thurgauer und die St. Galler Kantonalbank fahren ein härteres Regime.

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Bildlegende: Das US-Steuerprogramm läuft parallel und hat mit den Massnahmen nicht direkt etwas zu tun. Keystone

Die Thurgauer und die St. Galler Kantonalbank schauen ihren ausländischen Kunden nun ganz genau auf die Finger. Wer nicht in der Schweiz wohnt oder keinen Schweizer Pass hat, muss beweisen, dass die Gelder versteuert sind. Ansonsten gibt es die Kündigung.

«Wir trennen uns von Kunden, welche uns die nötige Transparenz nicht gewähren», sagt der Chef der Thurgauer Kantonalbank, Peter Hinder gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. So will die Bank rechtlich auf der sicheren Seite sein, aber auch allgemein weniger ausländische Kunden haben.

Ausländische Kunden lohnen sich nämlich immer weniger für die Banken, weil der administrative Aufwand in den letzten Jahren drastisch gestiegen ist.

Deshalb geht die Appenzeller Kantonalbank noch einen Schritt weiter. Sie akzeptiert nur noch Kunden aus der Schweiz, Deutschland, Österreich und Liechtenstein. Den anderen wurde gekündigt.