Ostschweizer Krankenkassenprämien steigen überdurchschnittlich

In den Kantonen St. Gallen, Thurgau und beiden Appenzell steigen die Krankenkassenprämien 2014 zwischen 2,6 und 3,8 Prozent. Im schweizweiten Vergleich schneiden die Ostschweizer Kantone damit schlecht ab. Und: Nirgends steigen die Prämien so stark wie in Ausserrhoden.

Patient beim Hausarzt. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ostschweizer Patienten müssen für die Krankenkasse tiefer in die Tasche greifen. Keystone

Gesamtschweizerisch steigen die Prämien der obligatorischen Grundversicherung um durchschnittlich 2,2 Prozent, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag informierte. Im Kanton St. Gallen beträgt der Anstieg 3,4 Prozent, in Ausserrhoden 3,8 Prozent, Innerrhoden 3,1 Prozent, Glarus 2,4 und im Thurgau 2,6 Prozent.

«Gesundheitskosten sind nicht so stark gestiegen»

Mit durchschnittlich 3,8 Prozent hat Appenzell Ausserrhoden den höchsten Anstieg bei den Krankenkassenprämien für das Jahr 2014. Das überrascht Gesundheitsdirektor Matthias Weishaupt. «Der Prämienanstieg bildet nicht die tatsächlich gestiegenen Kosten im Gesundheitsbereich ab. Weder bei den ambulanten noch bei den stationären Behandlungen», sagte Weishaupt gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1.

Verschiedene Faktoren seien für den Anstieg verantwortlich. Welche Rolle die einzelnen Faktoren aber spielten, sei in der Berechnung der Prämien aber nicht transparent.

Leicht unter dem schweizerischen Durchschnitt ist der Prämienanstieg im Kanton Graubünden. 2014 wird er hier 2,0 Prozent betragen.