Ostschweizer wird oberster Vertreter der Bahnkunden

Als neuer Präsident der Fahrgastvereinigung «Pro Bahn» will ein St. Galler Ex-Politiker der SBB besonders genau auf die Finger sehen. Aber auch die Politik und die Wirtschaft hat der 63-Jährige im Visier.

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Bildlegende: Der St. Galler Ex-Politiker Bruno Eberle soll der SBB künftig auf die Finger sehen. SRF

Länger will der ehemalige St. Galler Stadtparlamentarier nicht mehr zusehen: «Die Pendlerströme nehmen weiter zu. So kann es nicht weitergehen», sagt Bruno Eberle gegenüber Radio SRF. Er bestätigt damit einen Bericht des «Sonntagsblick».

Eberle verlangt von Vertretern aus Wirtschaft und Politik ein Umdenken. «Statt zu pendeln sollen die Arbeitsplätze näher zu den Angestellten verlegt werden». Die Idee: Grosskonzerne verlagern einen Teil ihrer Arbeitsplätze in Subzentren. «Aber auch Ostschweizer Firmen sind aufgefordert, dezentraler zu denken». So könnten Arbeitsplätze in kleinere Städte verlagert werden und damit die Pendlerströme verringert.

«  Grosskonzerne sollen einen Teil ihrer Arbeitsplätze in Subzentren verlegen. »

Bruno Eberle
Politbeobachter

Bruno Eberle soll bei «Pro Bahn» den aktuellen Präsidenten Kurt Schreiber ablösen. Die Wahl soll an der Delegiertenversammlung im April erfolgen.