St. Galler Fachhochschulen Parteien begrüssen Vorschlag der Regierung

Im Kanton St. Gallen sollen die drei Fachhochschulen in St. Gallen, Buchs und Rapperswil in einer Institution organisiert werden. Das zeigt ein Bericht der Regierung, der im September im Kantonsrat diskutiert wird. Erste Reaktionen der Parteien zeigen: Der Vorschlag wird begrüsst.

Fachhochschule in Rapperswil-Jona Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: HSR in Rapperswil: Gerade im Linthgebiet äussert man Bedenken gegen eine Zentralverwaltung in St. Gallen. zvg / HSR

Vorgeschichte: Die Fachhochschulen in Buchs, St. Gallen und Rapperswil müssen neu organisiert werden. Vorgaben des Bundes machen das unumgänglich. Bis jetzt waren die Fachhochschulen im Verbund Fachhochschulen Ostschweiz organisiert. Aber die Fachhochschulen waren weitgehend autonom.

Vorschlag der Regierung: Die St. Galler Regierung will die drei Fachhochschulen in Buchs, Rapperswil und St. Gallen nun unter einer Leitung zusammenführen und gegenüber den mitbeteiligten Kantonen den Lead übernehmen. Konkret schlägt die Regierung für die drei Fachhochschulen eine einheitliche Trägerschaft vor. Sie soll interkantonal - und wegen der Beteiligung des Fürstentums Liechtenstein - auch interstaatlich funktionieren. Künftig würde es damit nur noch einen Hochschulrat, nur noch einen Rektor oder eine Rektorin sowie drei Standortleitungen geben.

Reaktionen der Parteien: Im Grundsatz begrüssen die Fraktionspräsidenten der SVP, der SP, der FDP und der CVP den Vorschlag der Regierung. Allerdings sei eine interkantonale Trägerschaft zentral, betonen die Fraktionschefs. Diese Lösung hängt von den Reaktionen der anderen Kantone ab. Und: Gerade regionalpolitische Fragen werden in der Parlamentsdebatte im September noch einiges zu reden geben: Wie kann trotz einer zentralen Leitung in St. Gallen der Autonomie der einzelnen Fachhochschulen - in Buchs und Rapperswil - Rechnung getragen werden? Der Bericht wird im September im Kantonsrat diskutiert.