Totalumbau bei Axpo Parteien kritisieren die Axpo-Strategie

Die Parteien der betroffenen Ostschweizer Kantone stehen dem Strategie-Wechsel der Axpo mehrheitlich kritisch gegenüber. Dass die rentable Wind- und Solarkraft herausgelöst und zu einer privaten Firma gemacht werden soll, ist ihnen ein Dorn im Auge. Die Kantone hätten das Nachsehen.

Fotograf und Kameramann nehmen Stausee auf. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Kraftwerk Linth-Limmern gehört zu den grossen Sorgenkindern der Axpo. Keystone

Der Energiekonzern Axpo stellt sich für die Zukunft neu auf. So sollen die zukunftsträchtigen Geschäfte in einer neuen Unternehmenseinheit zusammengefasst werden: Axpo Solutions. Dieses neue Unternehmen soll unter anderem die Photovoltaik, die finanziell attraktiven Wasserkraftwerke und die Windkraft enthalten.

Der Rest wird in der ebenfalls neu geschaffenen Unternehmenseinheit Axpo Power zusammengeführt. Dazu gehören die Atomkraftwerke und das neue Pumpspeicherkraftwerk Limmern. Während Axpo Power vollständig den bisherigen Besitzern der Axpo gehören soll, werden für Axpo Solutions auch neue Investoren gesucht.

Viel Kritik aus den Parteien

Dass die Kantone auf den unrentablen Geschäftsfeldern sitzen bleiben sollen, das stösst in St. Gallen bei der SP und CVP auf Widerstand. CVP-Fraktionspräsident Andreas Widmer sagt, es könne nicht sein, dass die Steuerzahler das ausbaden müssten, was das Stromunternehmen falsch gemacht habe.

Die SP ist kritisch. Es sei sehr schwierig, wenn die Kantone die unrentablen Firmenteile übernehmen müssten und private Investoren dann die Gewinne machten, sagt Fraktionschef Peter Hartmann. Die SP fordert zudem mehr Transparenz zur ganzen Strategie. Auch die FDP möchte mehr wissen, um Stellung beziehen zu können.

«  Die neue Strategie ist riskant. Auch ein Ausstieg aus der Axpo muss diskutiert werden. »

Ueli Fisch
Fraktionspräsident GLP-BDP Thurgau

Ein zu hohes Risiko

Im Kanton Thurgau geht die GLP-BDP-Fraktion einen Schritt weiter. Das Risiko sei für den Kanton beträchtlich, wenn die geplante Aufteilung durchgesetzt werden sollte. In diesem Fall müsse der Ausstieg aus der Axpo diskutiert werden, sagt Fraktionschef Ueli Fisch.