Zum Inhalt springen

Ostschweiz Polizei-Goodwill an Silvester in Ostschweiz

In verschiedenen Regionen ist die Gesetzeslage in Sachen Ruhestörung an Silvester nicht genau geregelt. Dabei kann es zu Konflikten kommen. Die Ostschweizer Polizeikorps drücken oft ein Auge zu.

Vier Personen vor einem brennenden Vulkan.
Legende: Die Polizei will nur bei massiven Ruhestörungen eingreifen. Keystone

Im Dörfchen Walzenhausen in Appenzell Ausserrhoden sorgte das Thema bereits für rote Köpfe: Gilt nun die Nachtruhe ab 22 Uhr? Braucht es für das Feuerwerk eine Sonderbewilligung? Nein, sagt Toni Sonderegger von der Ausserrhoder Kantonspolizei. Man sei in dieser Nacht «tolerant».

Ähnlich sieht es im Thurgau aus. Feuerwerk sei eine Tradition an Silvester, sagt Matthias Graf, Sprecher der Thurgauer Kantonspolizei. Man müsse den «gesunden Menschenverstand» brauchen. Die Polizei rücke dann aus, wenn es gefährlich werde oder bei «übermässiger Lärmbelastung».

St. Gallern drohen Anzeigen

Im Kanton St. Gallen ist die Lage komplizierter. Gemäss Hanspeter Krüsi von der Kantonspolizei haben rund ein Dutzend Gemeinden ein eigenes Gesetz, das Feuerwerk an Silvester explizit erlaubt. An anderen Orten müsse die Polizei «im Extremfall die entsprechende Person verzeigen», so Krüsi. Das sei jedoch nicht das Ziel der Polizei. Deshalb hoffe man auf Toleranz von beiden Seiten.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von eduard.ith, altstätten
    TOLERANZ HAT SEINE GRENZEN! Auch am 01. Januar gibt es Menschen, die früh zur Arbeit müssen und sie tun dies im Dienst Anderer Mitbürger. So z.B. bei der Polizei, beim ÖV, Spitäler und Pflegeheime, usw. Deshalb muss Rücksicht vor Toleranz stehen, gerade weil einige in der modernen Gesellschaft nur noch Toleranz erwarten. Recht und Ordnung sind da, um nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit eingehalten zu werden. Sonst erleben wir die weitere Verrohung von Sitte und Anstand!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen