Präsidentin für St. Galler Spitalverbunde bereits in der Kritik

Die St. Galler Regierung will mit Marianne Mettler den Managerposten der kantonalen Spitäler besetzen. Die Personalie wirft beim Parlament bereits heute Fragen auf.

Gesundheitsschefin Heidi Hanselmann (SP) ist überzeugt: Die Ökonomin Marianne Mettler aus Wil bringe alle Voraussetzungen mit, die die St. Galler Spitalverbunde benötigten. Die 55-Jährige soll Anfangs Juni die strategische Führung der Spitäler übernehmen. Heute arbeitet die Betriebswirtschafterin in einer Leitungsfunktion am Universitätsspital Zürich.

Unter Dach und Fach ist ihre Wahl zur Verwaltungsratspräsidentin noch nicht. Der Personalie muss neu auch das Kantonsparlament zustimmen. Dies sehen die gesetzlichen Vorgaben vor, die das Parlament im Rahmen der «Public Corprate Governance» erlassen hat. Widerstand gibt es vor allem seitens der FDP und SVP. Fraktionspräsident Michael Götte vermisst die ausgewiesenen Führungsqualitäten der designierten Managerin. Seine Partei stehe der Wahl sehr kritisch gegenüber. Zurückhaltender äussert sich FDP-Parlamentarier Walter Locher. Seine Partei werde den Leistungsausweis von Marianne Mettler kritisch prüfen.