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Provenienz Forschung Keine Raubkunst in St. Gallen gefunden

Seit Anfang 2017 untersucht das Museum Kunstmuseum St. Gallen die Bilder der «Sturzeneggerschen Gemäldesammlung» im Rahmen eines vom Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützten Forschungsprojekts, um Klarheit über mögliche Raubkunstfälle aus der Nazizeit zu schaffen.

Sturzeneggersche Gemäldesammlung

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Die Sammlung des Stickereifabrikanten Eduard Sturzenegger (1854-1932) kam 1926 durch Schenkung in den Besitz der Stadt St. Gallen und wurde in der Folge stark umgestaltet: 120 Werke kamen nach 1933, dem Jahr der Machtergreifung der Nationalsozialisten (NS) in Deutschland, hinzu.

Der Fokus der Arbeiten lag insbesondere auf 90 Werken, die im Zuge des Sammlungsumbaus seit 1935 Eingang in den Bestand fanden, wie das Kunstmuseum St. Gallen am Dienstag mitteilte.

Nun liegt der Schlussbericht vor: Das Forschungsprojekt erbrachte für keines der untersuchten Werke ein konkretes Verdachtsmoment bezüglich der kritischen Jahre 1933 bis 1945. Bei 77 Werken weisen ihre Provenienzen in der kritischen Zeit Lücken auf. Eine problematische Herkunft könne nicht ausgeschlossen werden, heisst es in der Mitteilung weiter.

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