Überfall auf Hanfplantage Prozess: Die Opfer schildern den Tathergang

Im Prozess wegen mehrfach versuchter vorsätzlicher Tötung sagten am Dienstag die beiden Opfer aus. Vor rund zwei Jahren sollen die sechs Angeklagten eine Hanfplantage in Altstätten überfallen haben. Dabei fielen die Schüsse auf die beiden Bewacher.

Video «Hanfplantage-Angreifer vor Gericht» abspielen

Hanfplantage-Angreifer vor Gericht

4:04 min, aus Schweiz aktuell vom 16.1.2017

Im Februar 2015 hatten sechs Männer versucht, eine Hanfplantage in Altstätten zu überfallen. Sie nahmen zur Tarnung Polizeiwesten mit. Zudem hatte einer der Angreifer eine Schrotflinte und Munition dabei, wie es in der Anklageschrift heisst.

Am Dienstag schilderten während des Prozesses die beiden Bewacher den Tathergang. Erst glaubten sie, Polizisten seien auf dem Gelände. Aber dann sei direkt auf sie geschossen worden, sagten sie vor Gericht aus. Der Überfall gelang nicht. Als die Angreifer feststellten, wie schwer einer der Bewacher verletzt war, flüchteten sie und alarmierten die Notrufzentrale.

Die Anklage lautet unter anderem auf Raub, mehrfache versuchte Körperverletzung oder Freiheitsberaubung. Die Staatsanwaltschaft fordert
mehrjährige Freiheitsstrafen.

Derjenige Angreifer, der offenbar die Schrotflinte dabei hatte, war bereits 1997 an einem Überfall auf die Fraumünster-Post in Zürich beteiligt.

Das Kreisgericht Rheintal hat für den Prozess sechs Verhandlungstage vorgesehen. Er findet in den Räumen des Kantonsgerichts in St. Gallen statt.