Zum Inhalt springen

Qualitätsmanagement im Spital «Fehler lassen sich nie ganz ausschliessen»

Operationsbesteck
Legende: Es handelt sich um solche Medizinalprodukte, die mangelhaft waren. Keystone
  • Die Universitätsspitäler Zürich und Basel sowie das Kantonsspital St. Gallen haben mangelhaft produzierte Medizinprodukte eingekauft, die verunreinigt waren.
  • Die Produkte wurden in Pakistan hergestellt und von einem Importeur in Zug vertrieben.
  • Trotz gesetzlicher Verpflichtung haben die Spitäler die Zulassungs- und Aufsichtsbehörde, das Heilmittelinstitut Swissmedic, nicht über die fehlerhaften Produkte informiert.
  • Laut Swissmedic haben die Spitäler ihre Meldepflicht auf schwerwiegende Weise verletzt und wurden darum mit einer Busse bestraft.

In einer Umfrage des Regionaljournals bei den Ostschweizer Kantonsspitälern zeigt sich, dass nur das Kantonsspital St.Gallen Material der Zuger Firma gekauft hatte. Alle Spitäler wollen den aktuellen Fall zum Anlass nehmen, das Personal zu sensibilisieren, Produktefehler zu melden und wenn nötig der Schweizer Heilmittelbehörde Swissmedic zu informieren. Die Verantwortlichen aller Spitäler betonen, dass sich Fehler im Qualitätsmanagement nie ganz ausschliessen lassen.

Auch die St.Galler Regierungsrätin Heidi Hanselmann fordert das Kantonsspital St.Gallen auf, das Personal besser zu schulen. Denn das Versäumnis, Swissmedic nicht informiert zu haben, könne nur damit zu tun haben, dass es dem Personal an Verständnis fehle, wie wichtig diese Informationen für die Schweizer Heilmittelbehörde sind. Nur dank diesen Informationen könne die Behörde Missstände aufdecken, so Hanselmann.