Rapperswiler Wahlkampf treibt immer neue Blüten

Der Amtsinhaber wird demontiert, der Sieger des ersten Wahldurchgangs verzichtet zugunsten eines anderen, die Partei des Bisherigen wechselt den Kandidaten - der Kampf ums Präsidium von Rapperswil-Jona wird immer kurioser. Nun wirft ein CVP-Exponent dem FDP-Kandidaten wirtschaftliches Versagen vor.

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Bildlegende: Begehrt: Um die Führung der Stadt Rapperswil-Jona wird zur Zeit mit harten Bandagen gekämpft. Keystone

Am 6. November wählt die Stadt Rapperswil-Jona ihr Stadtoberhaupt. Mit im Rennen ist auch Amtsinhaber Erich Zoller von der CVP, der im ersten Wahlgang nach verbalen Attacken im Gratisblatt «Obersee Nachrichten» eine schwere Niederlage erlitten hat. Gute Chancen werden hingegen dem FDP-Kandidaten und Stadtrat Martin Stöckling eingeräumt. Stöckling ist Wunschkandidat von «Obersee Nachrichten»-Verleger Bruno Hug, der im ersten Wahlgang das beste Resultat erzielt hat und nun zugunsten von Stöckling auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Mitschuld an Firmenkonkurs?

Stöckling wird nun seinerseits aus der CVP angegriffen. So suggeriert CVP-Geschäftsführer Ralph Lehner in einem Leserbrief, Stöckling sei am Konkurs einer Solothurner Firma beteiligt gewesen. Der Konkurs hatte 2015 zu 48 Entlassungen und einem Verlust in zweistelliger Millionenhöhe geführt. Martin Stöckling wehrt sich gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF 1 gegen den Vorwurf. Er sei erst nach dem Debakel auf Bitten seines Bruders im Unternehmen aktiv geworden, habe den Konkurs aber nicht verhindern können. Am Untergang der Türen-Fabrik treffe ihn keine Schuld.