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Ostschweiz «Rasenroboter verschneiden Igel im Garten»

Igel sind im Herbst besonders aktiv. Die Tiere suchen Nahrung für den nötigen Winterspeck und einen geeigneten Unterschlupf für den Winterschlaf. Gesunde, kräftige Igel überleben den Winter in der freien Natur ohne Probleme. Wenn sie nicht gestört werden. Igelspezialisten geben Tipps.

Kranke Igel werden von Experten wieder aufgepäppelt.
Legende: Kranke Igel werden von Experten wieder aufgepäppelt. Keystone

Igelexperten und Tierschützer warnen davor, Igel aus falsch verstandener Fürsorge der Natur zu entnehmen. Der Igel ist ein besonders geschütztes Wildtier und gehört nur im absoluten Notfall in menschliche Obhut. Ab einem Gewicht von 500 Gramm sind Igel in der Regel ausreichend gewappnet, um ab Mitte November in den Winterschlaf zu gehen.

Nur im Notfall eingreifen

«Wenn ein Igel regungslos auf der offenen Wiese liegt, dann nimmt er kein Sonnenbad. Wenn er sich komisch verhält, sollte man eine Igelstation anrufen», sagt Roschi Schmitz. Seit über 50 Jahren kümmert sich Schmitz um kranke Igel in ihrer Igelstation in Kreuzlingen. Noch nie hat sie dermassen viele Stacheltiere mit Schnittverletzungen behandelt: «Den Rasenrobotern in den Privatgärten fallen immer mehr Igel zum Opfer.»

Findet man einen offensichtlich hilfsbedürftigen Igel, sollte dieser behutsam mit Handschuhen eingefangen und in einem Katzentransportkorb zu einer nächstgelegenen Wildtierauffangstation gebracht werden. Die Pflege erfordert sehr viel Sachverstand, Zeit und Geld und sollte nur einem Experten überlassen werden.

Die Tiere brauchen für ihren Winterschlaf einen geeigneten Unterschlupf. «Man sollte im Garten den Laubhaufen stehen lassen. Ausserdem sollten unter den Hecken die Laubblätter liegenbleiben. Hier finden die Igel Schutz und Nahrung», sagt die Igelschützern Roschi Schmitz von der Igelstation Kreuzlingen. Die Hotline Pro Igel ist unter der Nummer 079/652 90 42 zu erreichen.

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