Glarus Reformierte Kirche Glarus verlangt mehr Transparenz von Moschee

Die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Glarus äussert sich erstmals zur Diskussion um die Moschee in Netstal. Beobachter vermuten, dass der 2,5 Millionen Franken teure Bau mit Geldern aus dem Ausland gebaut worden sei. Die Evangelische Kirche fordert nun mehr Informationen.

Betende in einer Moschee Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Türen der Moschee stünden jederzeit offen, so die Islamisch-Albanische Gemeinschaft. Symbolbild Keystone

Seit gut einem halben Jahr ist die neue Moschee in Netstal in der Gemeinde Glarus eröffnet. Islam-Expertin Saïda Keller-Messahli vermutet, dass die Gelder für den Neubau aus dem Ausland kommen, möglicherweise von radikalen Islamisten aus Saudi-Arabien. Auch rechts-radikale Gruppen im Glarnerland haben diese Thematik aufgegriffen und verteilen Flyer an die Haushaltungen.

Offenlegung der Gelder gefordert

Dies alarmiert die Evangelisch-Reformierte Landeskirche des Kantons Glarus. Ihr Präsident Ulrich Knoepfel verlangt von der Islamisch-Albanischen Gemeinschaft eine Offenlegung der Gelder und ihrer möglichen Verbindungen ins Ausland. Nur so könne ein guter Dialog zwischen den Religionen möglich bleiben.

Die Islamisch-Albanische Gemeinschaft Glarus weist die Vorwürfe von Keller-Messahli zurück. Das Geld für den Bau sei zur Hälfte ein Kredit von einer Glarner Bank und die andere Hälfte seien ausschliesslich Spenden aus der Schweiz, sagt Irfan Lika, Präsident der Islamisch-Albanischen Gemeinschaft. Auch die Imame seien mehrheitlich aus der Schweiz und allenfalls aus dem albanischsprachigen Raum eingeladen. Weiter stehe die Gemeinschaft für Fragen jederzeit zur Verfügung und die Türen der Moschee für die Bevölkerung offen.