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Hand, die eine Spritze setzt.
Legende: Die Spitäler möchten mehr Personal für die Grippe-Impfung gewinnen. Keystone
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Ostschweiz Restaurant-Bon und Button für Impfwillige

Ein Gutschein fürs Mittagessen im Personalrestaurant und ein Button zum Anstecken: Dies habe möglicherweise dazu beigetragen, dass sich ein grösserer Teil des medizinischen Personals der Spital Thurgau AG gegen die Grippe hat impfen lassen. Unumstritten sind die Massnahmen nicht.

22 Prozent des Pflegepersonals und 51 Prozent der Ärzteschaft lassen sich im Schweizer Durchschnitt gegen die Grippe impfen. Die Impfung ist freiwillig. Die Quote ist auch in der Ostschweiz generell eher tief. Im Thurgau dagegen ergab eine Erhebung der «Sonntagszeitung» eine Quote von 64 Prozent bei den Ärzten und 40 Prozent bei den Pflegenden.

Man habe auch Anstrengungen unternommen, die Quote zu heben, schreibt CEO Marc Kohler in einer schriftlichen Stellungnahme. Ein Gutschein für das Personalrestaurant sollte für die Impfwilligen eine gewisse Belohnung sein.

Mit dem Button dokumentieren die Geimpften gegenüber den Patienten, dass sie geimpft sind. Was diejenigen Pflegefachleute, die nicht geimpft sind, auch unter einen gewissen Erklärungsdruck setzt. Dass die Spitalleitung auch einen gewissen Druck aufbauen wollte, streitet CEO Marc Kohler auch gar nicht ab. Auf die Frage, ob der Druck beabsichtigt sei, antwortet er per Mail lakonisch: «Nicht nur, aber schon auch.»

«Eine Stigmatisierung»

Der Button kommt bei den Personalverbänden unterschiedlich an. Barbara Kern, Kreuzlinger Stadträtin, SP-Kantonsrätin und Präsidentin von «Personal Thurgau» sieht im Button eine unzulässige Art Druck auszuüben: «Man stigmatisiert vor den Patienten diejenigen, die sich nicht impfen lassen. Das ist fragwürdig.»

Die Präsidentin des Berufsverbands des Pflegepersonals Martha Storchenegger dagegen würde selbst zwar keinen Button tragen wollen, sieht aber auch keinen Anlass, auf die Barrikaden zu gehen:«Wichtig ist, dass das Tragen des Buttons - wie die Impfung - freiwillig sind.»

KSSG will eine bessere Quote

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Das Kantonsspital St. Gallen KSSG (Impfquote unter 20 %) hat eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die Massnahmen aufzeigen soll, wie das Personal für die Impfung gewonnen werden kann. Ein Button kommt dabei nicht in Frage. KSSG-Sprecher Philipp Lutz: «Die Impfung ist in der Schweiz freiwillig. Diese Freiwilligkeit gilt es zu respektieren.»

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1 Kommentar

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  • Kommentar von R.Bernet , 7440 Andeer
    Es haben auch schon Menschen ihren Erbteil für ein Linsengericht hingegeben... Sind diese Angestellten so schlecht entlöhnt, oder war es doch eher der Druck? Ich weiss, wie mit versteckten Drohungen gearbeitet wird an diesen Orten!