Abschaffung Frühfranzösisch Rettungsversuch der Regierung

Das Thurgauer Departement für Erziehung und Kultur hofft, den Französischunterricht in der Primarschule mit einer Reihe von Verbesserungen noch zu retten. Der Grosse Rat hatte sich am 3. Mai gegen das «Frühfranzösisch» ausgesprochen. Die 2. Lesung ist Mitte Juni.

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Bildlegende: Die Thurgauer Regierung kämpft mit allen Mitteln für den Französischunterricht in der Primarschule. Keystone

Vorgesehen sind vier Massnahmen:

  • Kinder, die mit dem Französischlernen überfordert sind, sollen einfacher dispensiert werden können.
  • Der Halbklassenunterricht im Fach Französisch soll für verbindlich erklärt werden.
  • Es s soll ein neues, bessere Lehrmittel zum Einsatz kommen.
  • Die Französisch-Noten sollen für den Übertritt in die Oberstufe nicht mehr direkt zählen, sondern nur noch in die Gesamtbeurteilung einfliessen.

Im Grundsatz waren die Massnahmen schon bei der ersten Lesung bekannt. In Zusammenarbeit mit dem Lehrerverband «Bildung Thurgau» wurden sie jedoch konkretisiert. Die Massnahmen können laut Kanton rasch umgesetzt werden, ohne dass zusätzliche Kosten entstehen.

Am 14. Juni berät der Thurgauer Grosse Rat die Vorlage ein zweites Mal, und es dürfte zu einer erneuten Redeschlacht kommen. Die Verfechter des Frühfranzösisch wollen die Vorlage dem Referendum unterstellen. Dann hätte das Volk das letzte Wort.