Rheintal soll für Geothermie-Nutzung ideal sein

Eine gemeinsame Studie der Kantone St.Gallen und Graubünden zeigt, dass im Sarganser Rheintal, dem Seeztal, dem Churer Rheintal und dem Vorderprättigau heisses Wasser aus der Tiefe vorhanden sein könnte. Mehrere Gemeinden könnten von dieser hydrothermalen Tiefengeothermie profitieren.

Zusatzinhalt überspringen

Gescheiterte Projekte

Untersuchungen des Untergrundes zur Nutzung von Heisswasserspeichern laufen an mehreren Orten in der Schweiz. Zuletzt scheiterte ein Geothermie-Projekt in St. Gallen im Sommer 2013. In Zürich wurde bei Erkundungsbohrungen kein Wasser gefunden und in Basel wurde im Jahr 2006 nach einem leichten Erdbeben ein Geothermie-Projekt beendet

Detaillierte Untersuchungen müssten die Gemeinden machen, heisst es in einer Mitteilung der St. Galler Staatskanzlei vom Dienstag. Die betroffenen Gemeinden seien über die Ergebnisse der Studie informiert worden. Diese ortet Nutzungspotential für warmes Wasser in einer Tiefe von 1000 bis 5000 Metern. Ausserdem zeige die von den St. Galler Stadtwerken und der Energieagentur St.Gallen erstellte Studie in jeder Gemeinde den Energieverbrauch für Raumwärme und Warmwasser auf. Im Raum Walenstadt-Flums, Sargans sowie in Landquart-Zizers und in Domat-Ems könnten Geothermie-Projekte für eine reine Wärmeproduktion interessant sein. In Vilters-Wangs, Bad Ragaz-Maienfeld sowie Chur und eventuell im Raum Bonaduz-Rhäzüns käme möglicherweise eine gekoppelte Strom- und Wärmeproduktion in Frage.

«Gigantische Ressourcen»

Wissenschaftler attestieren der Technologie trotz der bekannten Risiken wertvolle Eigenschaften. Das Zentrum für Technologiefolgen-Abschätzung TA-Swiss etwa hob 2014 in einer Studie hervor, die Stromproduktion aus Erdwärme sei umweltfreundlich und preislich konkurrenzfähig, die Ressourcen seien «gigantisch».