Rhema kann offenbar auf Lieferanten zählen

Die Rhema meldet Konkurs an und will mit einer neuen Trägerschaft einen Neuanfang wagen. Die Stadt Altstätten will sich finanziell aber nicht an der Rhema beteiligen. Die Lieferanten halten der Messe die Stange.

Ein Sonnensegel als Unterstand mit Rhema-Gästen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Rhema bezeichnet sich selbst als grösste Regionalmesse der Ostschweiz. zvg

Goodwill zeigt etwa die Brauerei Sonnenbräu in Rebstein. Diese war bisher als Getränkelieferant und Sponsor an der Messe dabei. Sie hätten das Vertrauen in die Messe nicht verloren und würden weiterhin mit der Messe zusammenarbeiten, sagt die Geschäftsführerin Claudia Graf gegenüber Radio SRF1.

Ähnlich reagiert der Vorarlberger Thomas Rohner, Geschäftsführer der Rohnerzelte, welche die ganzen Hallen für die 300 Aussteller an der Rhema aufbaut. Ihm droht ein Verlust von 150'000 Franken. Da er in den letzten Jahren aber an der Rhema verdient habe, wolle er alles daran setzen, dass die Messe weiterbestehe, so Rohner gegenüber Radio SRF1.

Kein Geld für die Rhema

Die Rhema sei enorm wichtig für Altstätten, sagt auch Stadtpräsident Ruedi Mattle gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF. Die Stadt habe aber schlicht kein Geld, um sich zu beteiligen. Zudem sei es eine private Genossenschaft, die die Rhema betreibe. Unterstützen wolle man die Rhema aber alleweil, beispielsweise beim Aufbau der neuen Organisation.

In den letzten Tagen wurde bekannt, dass in der Kasse der Genossenschaft Rheintalmesse (Rhema) 800'000 Franken fehlen.

Gut 400'000 Franken soll der Geschäftsführer durch ein undurchsichtiges Investment verspekuliert haben. Der Verwaltungsrat hat den Geschäftsführer entlassen und prüft eine Strafklage. Zudem meldet die Genossenschaft Insolvenz an.