Rorschach muss Zweitwohnungen nachzählen

In Rorschach gibt es möglicherweise mehr als 20 Prozent Zweitwohnungen. Das schreibt das Bundesamt für Raumentwicklung auf Grund neuer Daten des Bundesamtes für Statistik zu bewohnten Wohnungen. Der Stadtpräsident zeigt sich überrascht.

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Bildlegende: Die Stadt Rorschach will nachweisen, dass der Anteil der Zweitwohnungen unter 20 Prozent liegt. Keystone

Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) veröffentlichte eine neue Liste von 91 Städten und Gemeinden, die möglicherweise künftig neue Zweitwohnungen nur noch unter Auflagen bewilligen dürfen. Bis Mitte Jahr können die Städte und Gemeinden Rekurs anmelden.

Laut der Liste weist die Stadt Rorschach 20,3 Prozent Zweitwohnungen aus. Stadtpräsident Thomas Müller kann sich nicht erklären, wieso der Anteil so hoch ist. Die Stadt werde die Zahlen überprüfen. Er sei überzeugt, dass die Zahl korrigiert werde, so Müller gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

Einsprachefrist läuft

Auch der Bund geht davon aus, dass der vermutete und der tatsächliche Zweitwohnungsanteil nicht übereinstimmen. Die betroffenen Städte und Gemeinden sollen deshalb ihren Zweitwohnungsanteil nachweisen. Bis zum Ende der Einsprachefrist gilt für die 91 Ortschaften die Verordnung über Zweitwohnungen nicht, wie das ARE festhält.

Nebst Rorschach sind in der Ostschweiz weitere, kleinere Gemeinden betroffen, darunter Gonten (AI), Salenstein (TG) oder Scharans (GR).