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Legende: Audio Interview mit Ivo Bischofberger abspielen. Laufzeit 13:11 Minuten.
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 26.03.2019.
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Rücktritt Bischofberger «Das war der richtige Weg»

Nach zwölf Jahren ist Schluss. Seit 2007 war Ivo Bischofberger Ständerat. Letzte Woche hat der Innerrhoder seinen Abschied gegeben in der kleinen Kammer in Bern.

Nach einer Standortbestimmung hat der 61-Jährige Anfang Jahr beschlossen, zurückzutreten. Dreissig Jahre lang hat sich der Oberegger in verschiedenen Funktionen für die Öffentlichkeit engagiert; unter anderem als Kantonsgerichtspräsident und Präsident der kantonalen CVP.

Ivo Bischofberger

Ivo Bischofberger

Alt Ständerat

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Im Ständerat war Ivo Bischofberger Nachfolger von Carlo Schmid. Dieser übte das Amt 27 Jahre lang an und war gleichzeitig in der Innerrhoder Regierung die grosse Figur. Auf diese Doppelfunktion verzichtete Bischofberger. Er konzentrierte sich auf die Arbeit in Bern und engagierte sich in verschiedenen Kommissionen. Zuletzt in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit, in der Kommission für Wissenschaft, Kultur und Bildung sowie in der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie. Im Jahr 2017 war Ivo Bischofberger Präsident des Ständerats.

SRF News: Als sie 2007 ihr Amt als Ständerat antraten, haben Sie gesagt, Sie werden ihren eigenen Weg gehen. Wie gut ist Ihnen das gelungen?

Ivo Bischofberger: Wenn ich zurückblicke, war es der richtige Weg, den ich eingeschlagen habe. Wie sagt man so schön: Wer nicht in den eigenen Schuhen geht, hinterlässt auch keine eigenen Spuren. Ich bin ein Politiker, der den Kompromiss sucht und sich in der Sachpolitik einbringen will. Und das war der richtige Weg.

In einem Gespräch vor acht Jahren haben Sie gesagt, dass die Schweiz in Sachen Klimapolitik den Anschluss verpasst hat. Was sagen Sie heute zur Klimapolitik?

Es ist wieder ein grosses Thema und man hört tagtäglich davon. Ich bin der Letzte, der verneint, dass das Thema die junge Generation trifft. Denn schliesslich ist es deren Zukunft.

Sie verstehen den Ärger der Jugendlichen also?

Ich verstehe den Ärger und auch die Aktivitäten. Ich war auch an der Lancierung des Projekts «Schulen nach Bern» beteiligt. So sollte das Interesse der Jugendlichen an der Politik geweckt werden und sie sollten sich auch zu Wort melden.

Vor zwei Jahren war die Wahl zum Ständeratspräsident der Höhepunkt ihrer Politkarriere. Was hat Ihnen dieses Amt bedeutet?

Das hat mir sehr, sehr viel bedeutet. Einerseits war es immer das, was ich als Privileg bezeichnet habe. Es ist ein Privileg, im Ständerat zu sitzen und als Standesvertreter nach Bern gewählt zu werden. Auf der anderen Seite ist man auch der Vertreter gegenüber dem Ausland. Und so konnte ich viele schöne Treffen erleben.

Was kommt nun nach ihrer Zeit als Ständerat?

Ich möchte meine Zeit nicht gleich wieder verplanen. Es ehrt mich, dass verschiedene Anfragen kommen. Jedoch habe ich noch verschiedene bildungspolitische Mandate. Ich bin Präsident des Schweizerischen Fleischfachverbandes und ich hoffe, dass ich wieder mehr Zeit finde, um als Historiker tätig zu sein.

Das Gespräch führte Patrik Kobler.

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