Zum Inhalt springen

Header

Audio
Im Schnitt ein Drittel mehr: Innerrhoder Regierung will Lohnerhöhung
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 02.12.2019.
abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
Inhalt

Saftige Lohnerhöhung Die Regierung mit den tiefsten Löhnen

Die Mitglieder der Innerrhoder Regierung sollen künftig mehr verdienen. Nämlich maximal 170'000 Franken pro Jahr.

Während Regierungsrätinnen und Regierungsräte im Kanton Zürich rund 330’000 Franken im Jahr verdienen, sind es im Kanton Appenzell Innerrhoden 220’000 Franken weniger. Im Vergleich mit anderen Kantonen verdienen die Mitglieder der Innerrhoder Regierung am wenigsten.

Nun soll sich die Lohnsituation der Appenzeller Regierungsräte ändern. Im Kantonsparlament, dem Grossen Rat, wird am Montag die Revision der Behördenverordnung diskutiert. Das Geschäft beinhaltet eine Lohnerhöhung für die Mitglieder der Innerrhoder Regierung, der Standeskommission, zwischen 28 und 43 Prozent.

37’500 Franken mehr Lohn

Der regierende Landammann, der Regierungspräsident, soll künftig 170’000 Franken im Jahr verdienen, das sind 37’500 Franken mehr als bisher. Der stillstehende Landammann, der Vize-Regierungspräsident, soll statt 108'000 Franken neu 155’000 Franken erhalten und die übrigen Regierungsmitglieder sollen neu 145’000 Franken verdienen; bisher lag ihr Lohn bei 108’000 Franken.

Das letzte Mal gab es für die Innerrhoder Regierung 2013 eine Lohnerhöhung. Für die aktuelle Forderung gibt die Standeskommission folgende Hauptgründe an:

  • Die Komplexität der Aufgaben habe zugenommen.
  • Das Amt beanspruche immer mehr Zeit.
  • Im Vergleich mit anderen Kantonen liegt Innerrhoden bei den Regierungsratslöhnen auf dem letzten Platz (siehe Box).
  • Das Amt soll durch die Lohnerhöhung attraktiver werden.

Bei der letzten Lohnerhöhung vor sechs Jahren entsprach das Amt in der Innerrhoder Regierung noch einem 60 Prozent-Pensum. Inzwischen sei es ein 75 Prozent-Pensum mit durchschnittlich 41,5 Arbeitsstunden pro Woche, heisst es in der Botschaft.

Bei zurückliegenden Vakanzen in der Standeskommission haben einige Kandidaten aus finanziellen Gründen abgesagt.
Autor: Roland InauenRegierender Landammann Innerrhoden

Die Regierung hat deshalb auch eine grundsätzliche Diskussion angestossen, ob das Amt überhaupt noch ein Nebenamt ist. Denn faktisch sei es bereits ein Vollamt, sagt der regierende Landammann Roland Inauen.

Vergleich mit anderen Kantonen

Vergleich mit anderen Kantonen

Der Unterschied beträgt 220'000 Franken: Im Kanton Zürich erhalten Regierungsräte den höchsten, in Appenzell Innerrhoden den niedrigsten Lohn.

Mit einem Jahreslohn von 330'000 Franken führen die Regierungsräte vom Kanton Zürich das Gehaltsranking an. In Zürich arbeiten die sieben Regierungsmitglieder nicht nur im Vollamt, sie sind auch für rund 1,5 Millionen Menschen zuständig und damit für den bevölkerungsreichsten Kanton. Appenzell Innerrhoden hat eine Bevölkerung von etwas mehr als 16'000 Personen. 20'000 weniger als im zweitkleinsten Kanton Uri.

Auch im Vergleich mit anderen, etwa gleich kleinen Kantonen fällt der Lohn der Standeskommission ab. Im Kanton Uri erhalten die sieben Regierungsmitglieder für ihr Nebenamt eine Jahresentschädigung von 168'000 Franken. In Nidwalden werden die Regierungsmitglieder mit 180'000 bis 200'000 Franken entlöhnt. Sie haben einen 80 Prozent-Job.

SRF 1, Regionaljournal Ostschweiz, 06:32 Uhr; ulmm/sda

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

4 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Nur zum Vergleich selbst Oberwinterthur mit 22000 hat mehr Einwohner als AI. Also ein Bezirk einer Gemeinde(Stadt) des Kanton Zürichs. Winterthur müsste längst mehr Gewicht haben.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Philipp Moreno  (HOC)
    Die normal arbeitende Bevölkerung hat immer wie mehr Schwierigkeiten mit dem über die Runde zu kommen was sie hat, während die Herren und Frauen Politiker welche ohnehin schon zu gut entlöhnt werden sich noch mehr Geld der Steuerzahler zu schanzen.....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Andreas Wüest  (Andy222)
    Super, wenn man die Löhne erhöht, weil unter anderm einige Kandidaten mehr wollten, zieht man ja ganz genau die falschen an. Solche Leute haben jeglichen Realitätssinn verloren, stufen also 100'000 Franken Jahreslohn für ein nicht 100%-Pensum als klein aus und wollen danach über viele Leute regieren, welche niemals 100'000 Franken mit 150% Arbeit verdienen... Eine Schande, wenn die Demokratie auch so ausgehebelt wird. Vielleicht etwas überzeichnet, aber ich finde die Lohnschere nur noch krank!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen