Sarganserländer Landwirt gewinnt Kampf gegen Bund

Landwirt Ruedi Müller hat sich beim Bundesverwaltungsgericht erfolgreich dagegen gewehrt, dass der Bund einen Teil seines Landes überbaut. Dieses ist seit über 20 Jahren gesetzlich als Kulturland geschützt.

Stau auf der Autobahn A13 bei Maienfeld Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Anlage zur Behandlung von Strassenabwasser muss her - aber nicht auf dem Kulturland von Landwirt Müller. Keystone

Das Bundesamt für Strassen wollte auf dem Land in Heiligkreuz bei Sargans eine Anlage zur Behandlung von Strassenabwasser bauen. Nun darf es den Bauern dafür aber nicht enteignen und muss nach Alternativen suchen.

Laut Urteil gäbe es in der Region durchaus Alternativen. Der Bund habe es jedoch versäumt, eingehend danach zu suchen. Er habe damit den Schutz von Land und Boden zu wenig gewichtet.

Ruedi Müller ist erleichtert. Nach jahrelangem Kampf sei ihm nun ein Stein vom Herzen gefallen, sagt der Bauer gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF1.

Erleichtert ist auch der Schweizerischen Bauernverband. Präsident Markus Ritter sagt dazu: «Das ist ein wegweisendes Urteil.» Schliesslich müsse der Bund an verschiedenen Autobahnen in Zukunft Anlagen zur Behandlung von Strassenabwasser bauen und dies stelle weitere Bauern vor die gleichen Probleme wie Ruedi Müller.

Der Bund müsse alle Faktoren genau abwägen und dürfe nicht auf Grund des Preises entscheiden, sagt Ritter. Dieses Urteil sei ein Zeichen für den Schutz des Kulturlandes und die Bestätigung eines ähnlichen Falles in Wartau vor zwei Jahren.