Atommüll-Endlager Schlatt: Einsprache gegen Probebohrungen

Gegen die geplanten Sondierbohrungen für ein Atommüll-Tiefenlager der Nagra in der Standortregion Zürich Nordost regt sich Widerstand. Beim Bundesamt für Energie (BFE) sind bis Freitag gegen 100 Einsprachen eingegangen, eine davon stammt aus Schlatt im Kanton Thurgau.

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Bildlegende: Nicht nur aus Schlatt regt sich Widerstand. Aus dem ganzen Weinland sind gegen 100 Einsprachen eingegangen. Keystone

Mitte April erhob die Gemeinde Schlatt beim Bundesamt für Energie, dem BFE, Einsprache. Die Gemeinde ist nicht grundsätzlich gegen die geplanten Sondierbohrungen in Trüllikon im Kanton Zürich. Es gehe darum, über das weitere Vorgehen informiert zu werden und falls nötig sich in das Verfahren einbringen zu können, begründet die Schlatter Gemeindepräsidentin Marianna Frei das Vorgehen.

Die Sondierbohrungen würden bei Schlatt in die Tiefe führen. Diese Untersuchungen seien wichtig, sagt Marianne Frei. Nur so könne der sicherste Ort für den Atommüll gefunden werden.

Die Nagra hat drei Bohrgesuche für Trüllikon eingereicht. Die Sondierbohrungen, die in eine Tiefe von bis zu 1'300 Metern reichen werden, sind gemäss Nagra notwendig, weil nur so ein direkter Einblick in den geologischen Untergrund möglich sei.