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Lieber längerer Arbeitsweg statt weniger Lohn
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 10.08.2020.
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Schule Glarus Glarus kämpft gegen Lehrermangel

Junge Lehrer wollen nicht nach Glarus. Pensionierte werden eingesetzt, damit die Schulen überhaupt starten können.

Beispiel Gemeinde Glarus: Sieben Pensionierte wurde reaktiviert und fünf Stellen nicht stufengerecht besetzt, damit das Schuljahr nach den Sommerferien überhaupt starten kann. «Das macht uns schon Sorgen», sagt René Schönfelder, Schulkommissionspräsident und Gemeinderat von Glarus. Er schätzt, dass im ganzen Kanton etwa 30 Lehrer-Stellen nicht besetzt werden konnten. In diesem Jahr fehle es vor allem an Lehrpersonen in der Primarstufe, letztes Jahr in der Oberstufe.

Hauptgrund Lohn

Auslöser für den akuten, quantitativen Lehrermangel im Kanton Glarus ist ein Generationenwechsel, der nicht stattfindet, weil die jungen Lehrpersonen fehlen. «Wenn jemand im Kanton Zürich tausend Franken mehr verdient im Monat, nimmt er den Weg auf sich», beobachtet Schönfelder. «Glarus wird als Randregion wahrgenommen und steht bei den Stellensuchenden nicht oben auf der Liste.»

Bei Lohnerhöhungen für die Lehrpersonen fehle der politische Wille, so Schönfelder. Die Frage nach mehr Lohn für die Lehrer und Lehrerinnen dürfte vor allem in Anbetracht des wirtschaftlichen Drucks durch Corona noch weniger Gehör finden.

Nur die schöne Landschaft reicht nicht

Die Glarner Gemeinden haben schon Verschiedenes ausprobiert: Kleinere Klassen, eine attraktive Infrastruktur und Schritthalten mit der Digitalisierung. «Aber es reicht einfach nicht.» Die Gemeinde Glarus versuche nun wenigstens, die Lohnperspektive transparent zu machen, damit Neueinsteiger ihre Zukunft besser planen könnten.

Regionaljournal Ostschweiz;10.08.2020; ;

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