Bezirksgericht Kreuzlingen Schwierige Verhandlungen im Fall Kümmertshausen

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Bildlegende: Das Bezirksgericht tagt für diesen Fall im Rathaus Kreuzlingen. SRF/Philipp Gemperle

  • Welche Akten konkret gestrichen wurden, gab der vorsitzende Richter nicht öffentlich bekannt. Gemäss verschiedenen Beteiligten wurden aber - wie zum Teil bekannt - vor allem die meisten Aussagen des «Kronzeugen» gestrichen. Zudem wurden einige kleinere Aktenstücke entfernt, zum Beispiel wegen fehlerhaften Befragungen.
  • Die Aussagen des «Kronzeugen» mussten gestrichen werden, weil das Obergericht das mit ihm durchgeführte abgekürzte Verfahren als nicht rechtens taxierte. Er sitzt nun auch auf der Anklagebank. Ob er vor Gericht dieselben Aussagen macht, wird entscheidend sein.
  • Am Dienstag mussten nur 4 der 14 Angeklagten vor Gericht erscheinen. Es ging unter anderem um Drogenhandel und Erpressung.
  • Das Tötungsdelikt an einem IV-Rentner in Kümmertshausen wird erst im Herbst verhandelt. Bis dann stehen verschiedene andere mutmassliche Delikte der Gruppe auf der Traktandenliste.
  • Der Fall ist aufgrund der Anzahl mutmasslicher Taten und der Anzahl Angeklagten äusserst komplex. Die Verteidiger beklagen zudem den Aufbau der Akten. Weil trotz gemeinsamem Prozess die Akten für jeden einzeln geführt würden, gäbe es etliche Akten, die in verschiedenen Ordnern abgelegt seien. Das mache den Überblick äusserst schwierig.