Sekundarschulen in Ausserrhoden: Keine Fusionen

In Appenzell Ausserrhoden müssen bis 2020 keine Sekundarschulen schliessen. Dieses Versprechen hat die Regierung im Kantonsrat am Montag bekräftigt. Für die Zeit nach 2020 wird eine Strategie erarbeitet.

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Bildlegende: Aufgestuhlt: Immer weniger Schüler. Trotzdem müssen Sekundarschulen in Ausserrhoden nicht fusionieren. Keystone

Die Regierung sei mutlos und gehe zu wenig forsch an das Thema, hiess es von verschiedenen Kantonsräten. In einem Bericht an den Kantonsrat schrieb die Regierung lediglich zumeist schon bekannte Fakten nieder und kündigte die Entwicklung einer Strategie für die Zeit nach 2020 an. Eine Idee oder Strategie fehle, sagte beispielsweise CVP-Kantonsrat Norbert Näf.

Gescheitert

«Wir wollen alle Beteiligten einbeziehen», erklärte Bildungsdirektor Alfred Stricker. Das brauche Zeit und verhindere, dass das ganze Projekt Schiffbruch erleide.
Bereits 2009 hatte die Regierung einen Reformvorschlag präsentiert. Dieser sah vor, die Zahl der Oberstufenzentren von zwölf auf fünf bis acht zu reduzieren. Die Reform scheiterte damals am Widerstand der Gemeinden und Schulbehörden.

Schülerzahlen sinken

Die Schülerzahlen auf Sekundarstufe gehen in Appenzell Ausserrhoden weiter zurück. Waren es 2010 noch 1860 Sekundarschülerinnen und -schüler, sollen es 2018 noch 1340 sein. 2016/2017 gehen Schätzungen von 1450 Oberstufenschülern aus, das entspricht etwa dem Istzustand.