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Sia Abrasives
Legende: Bislang waren die Produktion und die Konfektion der Schleifmittel am Standort Frauenfeld konzentriert. Keystone
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Ostschweiz Sia Abrasives streicht 260 Stellen in der Schweiz

Die Schleifmittelherstellerin Sia Abrasives schliesst die Konfektion in Frauenfeld. Der Verlagerung nach Osteuropa und nach Deutschland fallen 260 der 720 Stellen in der Schweiz zum Opfer.

Bei dem zur Bosch-Gruppe gehörenden Unternehmen Sia Abrasives werden rund 260 der 720 Arbeitsplätze gestrichen und nach Osteuropa sowie Deutschland verlagert. Als Gründe gibt die Firma die schwierige wirtschaftliche Situation an.

Laut einer Mitteilung sind die Verschärfung des internationalen Wettbewerbes sowie die Aufwertung des Schweizer Frankens Grund für den Stellenabbau. Der Exportanteil liegt laut Sia Abrasives bei mehr als 90 Prozent.

Gespräche laufen

Die Verlagerung soll Mitte 2016 beginnen und bis Ende 2017 abgeschlossen sein. Es sei geplant, die Konfektionierung der Schleifmittel sowie das Halbfertiglager in Osteuropa sowie das Fertiglager im deutschen Worms anzusiedeln.

Das Unternehmen habe das Konsultationsverfahren eröffnet und führe bereits Gespräche mit der Angestelltenkommission über alle Möglichkeiten zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Alternativen zur Verlagerung.

Schock für Frauenfeld

Laut Anders Stokholm, Stadtpräsident von Frauenfeld, ist der geplante Stellenabbau für die Stadt ein herber Schlag. Zwar habe er einen Stellenabbau erwartet, dass dieser aber so hoch ausfalle, sei für ihn doch sehr überraschend.

Dieser Stellenverlust sei einer der grössten im Raum Frauenfeld in den vergangenen Jahrzehnten, so Stokholm. Betroffen seien nicht nur die 260 Personen, die keinen Job mehr hätten, sondern auch deren Familien. Positiv wertet Anders Stokholm, dass durch diese Massnahme die restlichen Stellen der Firma Sia Abrasives gesichert werden.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Benedikt Rosenberg  (Amadeus)
    Wieder ein Produkt mehr, dass man zum halben Preis im Ausland kaufen kann. In der CH wird es vermutlich trotz niedrigeren Produktionskosten nicht günstiger. Die gewonnene Wertschöpfung geht wie immer in die Taschen der Investoren und in das Management.