Solaranlage am Walensee produziert zu wenig Strom

Auf dem ehemaligen Steinbruch bei Quinten am Walensee wird seit Januar 2015 eine Solaranlage getestet. Nun zeigt sich: Die Einstrahlung über die Spiegelung des Lichts im See ist zu gering, um daraus Strom zu produzieren. Die Betreiber passen nun die Stellung der Solaranlage an.

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Bildlegende: Die Stellung der Solarmodule wird neu ausgerichtet. Nun soll nur noch das direkte Licht eingefangen werden. EKZ

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich und die St.Gallisch-Appenzellischen Kraftwerke planen am Walensee die derzeit grösste Solaranlage der Schweiz.

Auf einer Fläche von 80'000 Quadratmetern sollen an einer Felswand 12'000 Megawattstunden Strom produziert werden, was dem Bedarf von rund 3000 Vier-Personen-Haushalten entspricht. Neu an der Anlage ist, dass sie nicht nur das direkte Sonnenlicht einfängt, sondern auch das vom See reflektierte Licht in Strom umwandeln soll.

Nun zeigen die seit Januar 2015 laufenden Testversuche: Die Ausbeute aus dem reflektierten Licht ist gering. Nun wollen die beiden Elektrizitätswerke – zusammen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften – die Stellung der Solarmodule so anpassen, dass nur noch das direkte Licht eingefangen wird. Der Testbetrieb wird deshalb bis im Herbst 2016 verlängert.