Politik SP - quo vadis?

Die SP Schweiz ist gespalten. Anders sieht es in der Ostschweiz aus: Die St. Galler Kantonalpartei habe andere Probleme, heisst es zum Beispiel. Und: Es habe schon immer unterschiedliche Meinungen innerhalb der Partei gegeben - und dies sei auch gut so.

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Bildlegende: Der Zürcher Ständerat Daniel Jositsch spricht während einer Medienkonferenz über die Zukunft der Partei. Keystone

Die SP radikalisiere sich schleichend, Vertretern des rechten SP-Flügels gehe der Linkskurs der Partei zu weit, hiess es kürzlich in verschiedenen Medien. Oder: Die SP stehe vor einer Grundsatzdebatte. Was auf nationaler Ebene aktuell geschieht, interessiert auf kantonaler kaum: Die SP des Kantons St. Galle habe andere Probleme, sagt Max Lemmenmeier, SP-Präsident des Kantons St. Gallen.

Natürlich habe man innerhalb der Kantonalsektion darüber diskutiert, was auf nationaler Ebene geschehe, innerhalb der Kantonalpartei gäbe es aber keinen Graben, sagt die Thurgauer SP-Präsidentin Nina Schläfli.

Kein neues Phänomen

Eine, die als Vizepräsidentin der SP Schweiz und St. Galler Nationalrätin näher am Geschehen dran ist, ist Barbara Gysi. Sie sagt: «Innerhalb der Partei hat es schon immer verschiedene Meinungen gegeben, das ist kein neues Phänomen.» Und auch wenn sie sich selbst eher zum linken Flügel der SP zählt, habe sie keine Probleme damit, dass einzelne Exponenten des rechten Flügels andere Meinungen hätten. Wichtig sei, dass am Ende Kompromisse und Lösungen gefunden würden.