Spitäler im Umbruch

Das Spital Ausserrhoden verliert seine chirurgische Abteilung. Dies dürfte kein Einzelfall bleiben. Welches Spital welche Leistungen anbietet und ob kleine Landspitäler dann noch den Namen «Spital» verdienen, diese Diskussion steht noch an.

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Bildlegende: Die chirurgische Abteilung am Spital Heiden wird geschlossen. Keystone

Wann ist ein Spital ein richtiges Spital? Welche Leistungen braucht es, damit es den Namen verdient? Für den Gesundheitsökonomen Heinz Locher ist klar: «Wenn die Notfallversorgung gesichert ist, dann kann man von einem Spital reden.»

Das treffe auch im Fall des Spitals Heiden zu, welche die chirurgische Abteilung aus ökonomischen Gründen schliessen muss. Locher spricht sich für Kooperationslösungen aus. «Dies ist aus ökonomischer Sicht, aber auch aus Gründen der Qualität, notwendig.»

Welche Leistungen braucht es?

Im Kanton St. Gallen gibt es neun öffentliche Spitäler. Die Bevölkerung habe mehrfach zum Ausdruck gebracht, dass sie an den neun Standorten festhalten wolle, sagt Donat Ledergerber, Generalsekretär des Gesundheitsdepartmentes. Tatsächlich sei nicht definiert, was es an einem Akutspital brauche. «Die Bevölkerung muss sich deshalb über kurz oder lang dazu äussern, welche Leistungen sie an ihren Spitälern wirklich will.»