Spital Grabs baut sich eine provisorische Intensivstation

Um die Versorgung von rund 170'000 Menschen in der Region für kritische Fälle sicherzustellen, errichtet die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland eine eigene Intensivstation.

Spital Grabs Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die aktuellen Patientenzahlen zeigen die Notwendigkeit einer Intensivstation in der Spitalregion Grabs. Keystone

Dieses Projekt sei unabhängig von den beiden grossen Spital-Bauvorhaben in der Region. Die Bevölkerung könne nicht weitere sieben bis acht Jahre auf eine Intensivstation verzichten, betont Stefan Lichtensteiger, CEO der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland. Deshalb werde nun ein Provisorium errichtet.

Intensivstation notwendig

Ab März 2014 entsteht am Standort Grabs eine voll funktionsfähige Intensivstation, durch die der Transport in weiter entfernte Schwerpunktspitäler in kritischen Fällen vermieden werden kann. Gerade bei einem lebensbedrohlichen Zustand müssten die Transportwege zum definitiven Behandlungsort möglichst kurz gehalten werden, erklärt Sven Mädler, Facharzt für Intensivmedizin und designierter Leiter der Intensivstation.

Die aktuellen Patientenzahlen zeigen zudem die Notwendigkeit einer Intensivstation in der Spitalregion und die Möglichkeit, diese Station in kurzer Zeit kostendeckend zu betreiben. Zudem ist die Intensivstation eine notwendige Ergänzung zur bereits bestehenden Schlaganfallstation (Stroke Unit) im Spital Grabs.

Fertigstellung im Herbst 2014

Der Bau ist als Provisorium geplant und wird betrieben, bis der Neubau in sieben bis acht Jahren verwirklicht werden kann. Die Kosten für die Baumassnahmen betragen rund 2,7 Millionen Franken und werden selbständig finanziert.

Wenn die Arbeiten nach Plan verlaufen, könne die Intensivstation im Herbst 2014 in Betrieb genommen werden, so Stefan Lichtensteiger.