Ausserrhoder Spitalverbund Spital Heiden zur Hälfte schuld am Defizit

An den knapp 10 Millionen Franken Verlust des Spitalverbunds Appenzell Ausserrhoden im Jahr 2015 ist zur Hälfte die Chirurgie in Heiden schuld. Und auch 2016 gab es nochmals einen Verlust von 9 Millionen Franken. Wie es mit dem Spital Heiden weitergehen soll, wird im März entschieden.

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Bildlegende: Der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden muss erneut ein Millionendefizit hinnehmen. SRF

Vor einem Jahr präsentierte der Spitalverbund Appenzell Ausserrhoden überraschend einen Millionenverlust. Nun präsentiert der SVAR erstmals Zahlen, woher die Verluste stammen.

  • 2015 verzeichnete der SVAR Verluste von 9.7 Millionen Franken.
  • 4.8 Millionen davon (Rund 50%) wurden im Spital Heiden verursacht. Der Grossteil davon in der Chirurgie.
  • 2016 muss der SVAR sehr wahrscheinlich erneut ein Defizit von knapp 9 Millionen Franken einstecken.
  • Als Gründe nennt der Spitalverbund die Auswirkungen des neuen Krankenversicherungsgesetzes, die Spitalfinanzierung und das Arbeitsgesetz.

Der SVAR hofft darauf, dass die neue Strategie die Finanzen stabilisiert. Mit der neuen Strategie wurde auch die Chirurgie im Spital Heiden und damit 45 Jobs gestrichen. Ende Jahr haben zudem vier Ärzte der Frauenklinik Heiden gekündigt. Wie es mit dem Spital Heiden weitergeht, wird Anfang März entschieden.