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Spitalstreit St. Gallen Flawil will private Gesundheitsfirma engagieren

Das Spital Flawil könnte in ein ambulantes Gesundheitszentrum ohne Betten umgewandelt werden. Das ist ein mögliches Szenario in der St. Galler Spitalzukunft.

Selber Lösungen finden

Der Gemeinderat von Flawil will aber nicht abwarten bis dieses Szenario allenfalls Wirklichkeit wird. «Wir müssen letztlich selber für uns schauen und Lösungen suchen», sagt Gemeindepräsident Elmar Metzger. Es seien Gespräche im Gang mit privaten Gesundheitsunternehmen, die das Spital betreiben könnten.

Wir müssen letztlich selber für uns schauen und Lösungen suchen.
Autor: Elmar Metzger

Die Bedingungen seien eine Bettenstation und eine Notfallversorgung für die Region. «Die Gespräche haben gezeigt, dass auch ein Landspital betriebswirtschaftlich betrieben werden kann», so Metzger. Dass man mit einem privaten, betriebswirtschaftlich orientierten Unternehmen vom Regen in die Traufe komme, davon geht Metzger nicht aus: «Ich bin mir nicht sicher was schlimmer ist: Ein Verwaltungsrat, der von Schliessung sprich und Unsicherheit auslöst, oder ein privates Unternehmen mit Drive, das in der Lage ist seinen Mitarbeitenden Sorge zu tragen.»

Einladung zu Gesprächen

Bis anhin fühlte sich die Gemeinde Flawil zu wenig in den Prozess um die Zukunft der St. Galler Spitäler einbezogen. Nachdem die Gemeinde vergangene Woche Druck gemacht hatte, erhielt sie nun eine Einladung für ein Gespräch, wie der Gemeindepräsident auf Anfrage sagte.

Felix Sennhauser, Präsident der St. Galler Spitalverbunde und Mitglied des Lenkungsausschusses betont, sämtliche Verhandlungen seien ergebnisoffen. Auch die Idee von privaten Betreibern werde geprüft. Er könnte die Sorgen von Flawil verstehen. Der Zeitplan des Gemeinderates mit Fakten bis Ende Jahr decke sich nicht mit der Zeitachse des Lenkungsausschusses, der die Spitallandschaft des ganzen Kantons im Auge behalten müsse.

Flawil ist nicht alleine

Mit der Idee eines privaten Gseundheitsanbieters ist der Gemeinderat von Flawil nicht alleine. Auch der Stadtpräsident von Rorschach, Thomas Müller, hat in der Vergangenheit gegenüber dem Regionaljournal gesagt, dass er Gespräche mit Privaten führe.

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