St. Gallen baut Fernwärme aus

Die Stadt St. Gallen beginnt mit dem Bau eines neuen Heizkraftwerks. Dieses soll an sehr kalten Tagen die Wärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage ergänzen. Ein nächstes Projekt ist bereits in Planung.

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Bildlegende: Künftig reicht der Kehricht alleine nicht mehr, um Teile der Stadt St. Gallen mit Wärme zu versorgen. Keystone

In der Stadt St. Gallen wird das Fernwärmenetz laufend ausgebaut. An Spitzentagen, wenn die Temperaturen deutlich in den Minusbereich fallen, reicht die Wärme der Kehrichtverbrennungsanlage künftig nicht mehr aus. Deshalb investieren die Stadtwerke 10 Millionen Franken in ein Heizkraftwerk. Mit einer Öl-Heizung soll die Versorgungsicherheit gewährleistet werden.

Der Bau der Fernwärmezentrale Waldau, welcher am 4. Januar beginnt, wurde wegen einer Einsprache um dreieinhalb Jahre verzögert. Diese Einsprache ist zwar noch hängig, allerdings wurde vom Bundesgericht keine aufschiebende Wirkung erteilt.

Volksabstimmung geplant

Die Stadtwerke planen derweil bereits an einem weiteren Ausbau. In diesem Jahr sei eine Abstimmung für eine weitere Fernwärmezentrale geplant, sagt Ivo Schillig. Die Fernwärmezentrale Waldau soll im Dezember 2016 in Betrieb gehen.