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Ostschweiz St. Gallen bekommt 4,5 Millionen Franken für Medical Master

Der Bund vergibt 100 Millionen für mehr Studienplätze in der Humanmedizin. Der Kanton St. Gallen erhält dabei 4,5 Millionen Franken. Gute Aussichten für den auf 2020 geplanten «Medical Master». Das letzte Wort haben die Bürger – einschreiben müssen sich die Studierenden aber schon vorher.

Legende: Audio Interview mit Bildungsdirektor Stefan Kölliker (18.11.2016) abspielen. Laufzeit 2:37 Minuten.
2:37 min, aus Regi Ostschweiz vom 18.11.2016.

Ende Februar hatte der Hochschulrat als Massnahme gegen den Ärztemangel das Sonderprogramm 2017 - 2020 für mehr Abschlüsse in Humanmedizin verabschiedet. Das Programm hat zum Ziel, bis spätestens 2025 die Anzahl Masterabschlüsse in Humanmedizin schrittweise auf 1300 pro Jahr zu erhöhen – das sind rund 50 Prozent mehr als heute.

Der Bundesrat beschloss Anfang Jahr für dieses Programm eine Anschubfinanzierung. Er beantragte im Rahmen der Botschaft über die Förderung von Bildung, Forschung und Innovation (BFI) für die Jahre 2017 bis 2020 einen Zusatzkredit von 100 Millionen Franken für zusätzliche Ausbildungsplätze in Humanmedizin. 4,5 Millionen Franken sind nun St. Gallen zugesprochen worden.

Der Präsident der SHK, Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, zeigte sich mit der gefundenen Lösung zufrieden. Mit der Erhöhung der Anzahl Studienplätze in der Humanmedizin werde ein wichtiger Beitrag an das Schweizer Gesundheitssystem geleistet. Der Ausbau trage dazu bei, die Abhängigkeit von Ärztinnen und Ärzten aus dem Ausland zu reduzieren.

Bis Ende Februar einschreiben

Noch ist nicht sicher, ob der Medical Master überhaupt zustande kommt. Die Zürcher Regierung muss noch einwilligen, zudem müssen die St. Galler Bürger Ja sagen an der Urne. Trotzdem: Bis Ende Februar 2017 müssen die Studierenden sich bereits eingeschrieben haben für den Masterlehrgang, der erstmals 2020 in St. Gallen starten soll.

Medical Master in St. Gallen

In Kooperation mit der Universität Zürich soll in St.Gallen ein Medizin-Masterstudiengang angeboten werden. Der Beitrag vom Bund ist nun klar, dejenige vom Kanton St. Gallen noch nicht. Es dürfte sich um einen einstelligen Millionenbetrag handeln. Jedenfalls so viel, dass es dafür eine Volksabstimmung brauche. Der Urnengang ist für 2018 vorgesehen.

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