St. Gallen: Lohndumping im Griff

Im Kanton St. Gallen hat die Zahl der Kurzzeit-Aufenthalter aus den EU-Ländern erneut zugenommen. Im Rahmen des freien Personenverkehrs arbeiten sie auf Baustellen oder im Gewerbe. Hinsichtlich zu tiefer Löhne und Lohndumping zieht der Kanton ein positives Ergebnis.

Arbeiter aufeiner Baustelle Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ausländische Arbeitskräfte sind auf dem Bau nach wie vor gefragt. Keystone

Um rund 14 Prozent hat die Zahl der Kurzzeit-Aufenthalter aus den Ländern der europäischen Union zugenommen, wie es in einer Mitteilung des Kantons heisst. Die zuständige tripartite Kommission - bestehend aus Vertretern der Arbeitgeber, Arbeitnehmer und des Kantons - hat 2012 total 325 in- und ausländische Betriebe überprüft. Im Fokus standen Lohndumping und Scheinselbständigkeit.

In fünf Fällen entdeckte die Kommission eine Scheinselbständigkeit. In denjenigen Fällen, wo sie auf Lohndumping gestossen sind, ist sie in Verhandlung mit den betroffenen Arbeitgebern getreten. Dies habe zu Lohnnachzahlungen oder Lohnerhöhungen für die Arbeitnehmenden geführt.