St. Galler Finanzchef verteidigt seine Rolle im KB-Verwaltungsrat

Der St. Galler Finanzchef Martin Gehrer stimmte gegen eine Dividenden-Erhöhung der St. Galler Kantonalbank. Diese hätte dem Kanton rund neun Millionen Franken gebracht. Gehrer rechtfertigt diesen Schritt.

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Bildlegende: Martin Gehrer relativiert die Kritik an seiner Doppelfunktion. Keystone

An ihrer Generalversammlung am 24. April lehnten die Aktionäre der St. Galler Kantonalbank einen Antrag ab, die Dividende pro Aktie von 15 auf neu 18 Franken zu erhöhen. Gegen diese Erhöhung sprach sich auch der St. Galler Finanzdirektor Martin Gehrer aus, der für die St. Galler Regierung im Verwaltungsrat sitzt.

Der Kanton St. Gallen als Mehrheitsaktionär der Kantonalbank hätte bei einer Erhöhung rund neun Millionen mehr Dividenden bezogen.

Gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1 erklärt Gehrer, die St. Galler Kantonalbank müsse ihr Eigenkapital aufstocken wie andere Banken auch. Die Regierung habe ihre unternehmerische Verantwortung über die Sanierung der Staatskasse gestellt.

Verschiedene Parteien hatten das Verhalten Gehrers kritisiert. Einzelne fordern nun, die Regierung solle sich aus dem Verwaltungsrat der Kantonalbank zurückziehen, so wie es andere Kantonsregierungen wie beispielsweise Zürich, Basel oder Thurgau bei ihren Banken schon getan haben.