St. Galler Kantonalbank prüft Verkauf von Hyposwiss-Sparten

Seit der Schweizer Finanzplatz international am Pranger steht und das Bankgeheimnis bröckelt, ist das Geschäft mit vermögenden Ausländern für viele Banken zum Problem geworden. Die SGKB überlegt sich einen teilweisen Ausstieg.

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Bildlegende: Die St. Galler Kantonalbank will ihre Strategie rund um die Vermögensverwaltung überdenken. Keystone

Die St. Galler Kantonalbank betreibt ihr Auslandsgeschäft über zwei Tochterfirmen: Die eine ist in München aktiv, die andere, die Hyposwiss, operiert von ihren beiden Niederlassungen in Zürich und Genf aus.

Gerüchteküche brodelt

Ein Problem sei vor allem das grenzüberschreitende Geschäft der Hyposwiss, sagt SGKB-Sprecher Simon Netzle auf Anfrage. Deshalb prüfe die Bank, diese Sparten zu verkaufen.

Schon seit Tagen zirkuliert in Zürich das Gerücht, Teile der Hyposwiss würden schon jetzt zum Kauf angeboten. Als mögliche Käuferin wurde unter anderem die liechtensteinische VP-Bank genannt.

Laut Netzle müsse erst die Prüfung der Strategie abgewartet werden, bevor konkrete Massnahmen ergriffen würden.

Ein Imageproblem lösen

Der Hyposwiss-Verkauf könnte die St. Galler Kantonalbank noch von einer anderen Last befreien: Immer wieder wurden der Tochterbank zwielichtige Geschäfte vorgeworfen, insbesondere im Zusammenhang mit einem russischen Oligarchen. Auch wenn es nicht zu einer Anklage kam, belasteten die Negativschlagzeilen auch die Kantonalbank.