St. Galler Kantonalbank zahlt Busse im US-Steuerstreit

Die ehemalige Hyposwiss Privatbank Zürich muss eine Busse von rund 50 Millionen Dollar bezahlen, teilte das US-Justizministerium am Mittwochabend mit. Die Hyposwiss Zürich ist eine ehemalige Tochtergesellschaft der St. Galler Kantonalbank. Die Busse werde akzeptiert, heisst es dort.

St. Galler Kantonalbank Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die St. Galler Kantonalbank legt mit der Zahlung der Busse den US-Steuerstreit bei. Keystone

Das Kapitel Hyposwiss sei für die St.Galler Kantonalbank beendet. Es sei eine Einigung mti dem US-Justizdepartement erzielt worden, heisst es in einer Mitteilung. Mit dieser Einigung sei das US-Programm für die St.Galler Kantonalbank sowie die ehemaligen Tochtergesellschaften Hyposwiss Zürich und Hyposwiss Genf beendet.

Hyposwiss Zürich habe ab August 2008 605 Konten mit US-Bezug gehalten, wobei maximal Vermögen von 1,12 Milliarden Dollar verwaltet wurden. Die Hyposwiss Zürich gehörte einst der St. Galler Kantonalbank, wurde dann aufgelöst und zum Teil in die St. Galler Kantonalbank integriert. Die Kosten für die Aufarbeitung des Programms und die Bussen für alle drei Gesellschaften seien bereits im Jahresabschluss 2015 enthalten.

Bussen von 1,36 Milliarden Dollar

Laut dem US-Justizministerium sind im Rahmen des Bankenprogrammes Einigungen mit insgesamt 80 Schweizer Banken der Kategorie 2 erzielt worden. Die Bussen summieren sich gemäss den Angaben auf mehr als 1,36 Milliarden Dollar. Mit der ehemaligen Schweizer Hyposwiss Privatbank Zürich einigte sich die letzte Bank aus der Kategorie 2 mit den US-Behörden.