St. Galler Lehrerlöhne: Regierung zeigt Gesprächsbereitschaft

Die Primarlehrer des Kantons St. Gallen finden, dass sie zu wenig verdienen. Deshalb bestehe die Gefahr, dass Junglehrer abwandern – etwa in den Kanton Thurgau oder nach Zürich. Die Regierung will sich mit den Lehrern zusammensetzen.

Die gravierenden Sparmassnahmen des Kantons St. Gallen hatten ein Lohnmoratorium beim Staatspersonal zur Folge – davon betroffen waren auch die Primarlehrer. Nun seien deren Löhne im kantonalen Vergleich stark gesunken, schreibt der St. Galler Lehrerinnen- und Lehrerverband.

Abwanderung befürchtet

«Die Gefahr besteht, dass Junglehrer jetzt in die besser zahlenden Kantone abwandern», sagt Verbandspräsident Hansjörg Bauer. Der Verband verlange deshalb vom Kanton, dass sich die Regierung der Sache annehme und die Löhne überprüfe.

Regierungsrat Stefan Kölliker ist nicht ganz überrascht von der Forderung. «Wir haben auch beaobachtet, dass es im kantonalen Vergleich Verschiebungen bei den Lehrerlöhnen gegeben hat.» Deshalb sei es angezeigt, sich mit den Lehrern zusammenzusetzen und die Situation und die Zahlen zu analysieren.

Versprechen will Kölliker nichts. Dies nicht zuletzt deshalb, weil das gesamte Staatspersonal vom Lohnmoratorium betroffen sei.