St. Galler Primarlehrer können aufatmen

Primarlehrer in der Stadt St. Gallen haben weiterhin bereits am ersten Krankheitstag einen Stellvertreter. Das Stadtparlament hat eine vorgeschlagene Sparmassnahme rückgängig gemacht. Bei den Oberstufenlehrern wird aber gespart.

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Bildlegende: Wenn der Lehrer fehlt, muss die Schulleitung für Oberstufenschüler eine andere Lösung suchen. Keystone

In einer langen Debatte beriet das St. Galler Stadtparlament am Dienstagabend das Budget für 2015. Dabei wollte der Stadtrat unter anderem bei den Lehrpersonen Geld sparen. Der Vorschlag war, dass beim Ausfall einer Lehrerin oder eines Lehrers erst ab dem dritten Tag eine Stellvertretung eingesetzt wird.

Da spare man am falschen Ort, meinte zum Beispiel der Präsident der Geschäftsprüfungskommission, Michael Hugentobler (CVP). Die Kinder sollten in der Schule während den Blockzeiten gut betreut sein. Er beantragte deshalb im Namen der Kommission, die Sparmassnahme bei den Primarlehrern rückgängig zu machen. Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Ein Antrag der SP, die Massnahme auch bei den Oberstufenlehrpersonen rückgängig zu machen, wurde dagegen abgelehnt. Die Mehrheit argumentierte damit, dass Jugendliche sich gut auch einmal alleine beschäftigen könnten.

Das Thema stiess vor allem bei den Lehrern auf Interesse. Dutzende waren als Zuschauer im Stadtparlament anwesend.

Mit einem Defizit von 9,5 Millionen Franken wurde das Budget 2015 dann angenommen.