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Ostschweiz St. Galler Technik erobert Weltraum

Heute Montag wird die Raumsonde «Rosetta» vom Stand-By-Modus in den aktven Betrieb versetzt. Als erste Raumsonde überhaupt soll sie einen Kometen ansteuern und auf ihm ein Langegerät absetzen. Mit an Bord sind sieben Kamera-Objektive aus der Stadt St. Gallen.

Raumsonde Rosetta
Legende: Raumsonde «Rosetta» – mit an Bord: sieben Kameraobjektive aus der Stadt St. Gallen. ESA

Seit zehn Jahren ist die Raumsonde «Rosetta» unterwegs, nun kommt sie ihrem Ziel näher: Heute Montag wird die Sonde in einer Entfernung von rund 670 Millionen Kilometern aus dem Stand-By-Modus in den aktiven Zustand versetzt – ferngesteuert aus dem Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA in Darmstadt. Bereits heute Abend sollen dann erste Signale vorliegen.

Mit der Raumsonde «Rosetta» will die ESA den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko untersuchen. Dazu wird zum ersten Mal in der Weltraumgeschichte eine Landesonde auf einem Kometen abgesetzt. Die Signale und Bilder sollen dann Hinweise über die Entstehung unseres Sonnensystems liefern.

Kamera aus St. Gallen

Mit an Bord der Landesonde sind sieben Kameraobjektive des St. Galler Unternehmens Fisba Optik. Gegründet wurde Fisba Optik 1958 vom St. Galler Textilindustriellen Christian Fischbacher und dem SFS-Gründer Hans Huber. Das Unternehmen beschäftigt rund 380 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von 85 Millionen Franken. Die Sparte Raumfahrttechnik erzielt nur gerade ein Prozent des Auftragsvolumens – aber in diesem Bereich gehört das St. Galler Unternehmen zur Weltspitze. Der Bereich Raumfahrt wird vom gebürtigen Bündner Men J Schmidt geleitet: «Als Kind habe ich stundenlang in den Engadiner Himmel geschaut und mich gefragt, wie das mit den Sternen wohl aussehen könnte», sagt der Experte für Astronomie und Raumfahrt gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

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