Stadt St. Gallen nimmt Anlauf für neuen Marktplatz

Vor einem Jahr lehnten die Stadt St. Galler die Neugestaltung des Marktplatzes an der Urne ab. Nun soll es einen weiteren Anlauf geben. In der nächsten Vorlage sollen möglichst viele Leute einbezogen werden. Damit es nicht zu einer dritten Niederlage an der Urne kommt.

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Bildlegende: Herz der Stadt: Umgestaltung des Marktplatzes in St. Gallen ist unbestritten. Über das Wie scheiden sich die Geister. SRF

Die erste Vorlage 2011 hätte 40 Millionen Franken gekostet. Die Stadt St. Galler lehnen ab. Die zweite Vorlage sah die Hälfte der Kosten vor, wieder lehnten die Stimmberechtigten ab. Das ist jetzt ein Jahr her.

Bevölkerung soll beteiligt werden

Jetzt ist klar: Bevor es eine dritte Vorlage gibt, möchte die Stadt zuerst die Bevölkerung befragen, und zwar in einem partizipativen Verfahren. Allerdings soll

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Kay Kröger

Kay Kröger

Der Architekt und Mitglied des Architekturforums Ostschweiz wünscht sich einen autofreien Marktplatz in St. Gallen. Er unterstützt das Vorgehen der Stadt St. Gallen mit einem partizipativen Verfahren die Meinung der Bevölkerung abzuholen, bevor eine dritte Vorlage ausgearbeitet wird.

nicht die ganze Stadt beteiligt werden, sagt die zuständige Bauchefin Patrizia Adam. Das Verfahren richte sich an Anwohner, Interessengruppen und die Nutzer.

Alle St. Galler sollen mitreden

Ein partizipatives Verfahren sei der richtige Weg, sagt der SP-Stadtparlamentarier, Peter Olibet. Aber es sei aus seiner Sicht nicht gut, dass nicht alle St. Galler an diesem Verfahren beteiligt seien.

Neugestaltung unbestritten

Der Marktplatz muss neu gestaltet werden. Es ist das Herz und das Zentrum der St. Galler Innenstadt. Und wird dieser besonderen Bedeutung nicht mehr gerecht. Darünber herrscht ein Konsens schon seit 20 Jahren. Und genau so lange gibt es keine Lösung zur Umgestaltung.

Marktplatz ist nicht das einzige Projekt

Und es ist auch nicht das einzige städtebauliche Projekt, um das gerungen wird. Beim Bahnhof Nord, beim Güterbahnhof und bei Bahnhof St. Fiden stehen weitere Projekte an. Allerdings gibt es zur Zeit keine konkreten Pläne, was mit diesen Arealen geschehen soll.