Steckborner Turmhof-Streit beendet

Nach jahrelangem Streit haben die Stiftung Turmhof und das Heimatmuseum eine Lösung gefunden: Das Museum bleibt im Turm, die Mietzinserhöhung bezahlt die Stadt Steckborn.

Der Turmhof im Hintergrund, im Vordergrund der Untersee. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Turmhof gehört zu den Wahrzeichen Steckborns. Bruno Klaiber

Das Gebäude gehört der Stiftung Turmhof. Diese wollte den Turmhof sanieren und umbauen. In den oberen Etagen sollten Wohnungen entstehen, darunter weiterhin das Heimatmuseum Platz haben. Die Fläche des Museums wäre verkleinert, der Mietzins jedoch erhöht worden.

Die Heimatvereinigung, die das Heimatmuseum betreibt, wollte sich damit nicht abfinden und erhob Einsprache gegen das Bauprojekt. Gegen die Kündigung des Mietvertrages reichte sie Klage beim Bezirksgericht Frauenfeld ein. Die Parteien haben nun aber eine aussgerichtliche Lösung gefunden. Diese sieht folgendes vor:

  • Die Politische Gemeinde Steckborn übernimmt einen Teil des Mietzinses.
  • Die Stiftung unterzieht den Turmhof einer einfachen Renovation, wobei auf die Bedürfnisse des Museums Rücksicht genommen wird.
  • Die Stiftung zieht ihr laufendes Baugesuch zurück, die damit zusammenhängenden Einsprachen werden hinfällig.
  • Die Heimatvereinigung zieht die Klage beim Bezirksgericht Frauenfeld zurück.

Damit ziehen die Stiftung Turmhof und die Heimatvereinigung einen Schlussstrich unter einen Streit, der weit über Steckborn hinaus wahrgenommen wurde.