Stellenabbau und Lohnreduktion bei der GBS St. Gallen

Die Höhere Fachschule für Künste, Gestaltung und Design in St. Gallen streicht die Preise für ihre Lehrgänge um 25 Prozent zusammen, um konkurrenzfähig zu bleiben. «Bei der Qualität werden keine Abstriche gemacht», versichert Prorektorin Monica Sittaro gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz».

Studentin sitzt vor Blatt Papier und zeichnet Pferd ab. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Alle Lehrgänge HF Kommunikationsdesign, Industrial Design und Bildende Kunst werden billiger. Keystone

Die Diplomierte Gestalterin in St. Gallen hat ihre Ausbildung ziemlich sicher an der Höheren Fachschule für Künste, Gestaltung und Design gemacht, berufsbegleitend, während sechs Semestern, und sie hat sich diese Ausbildung auch etwas kosten lassen: knapp 23'000 Franken. Jetzt kostet die gleiche Ausbildung plötzlich 25 Prozent weniger.

«  Es ist zwingend, dass wir unsere Preise nach unten angleichen, nur so haben wir eine Chance im hart umkämpften Markt. »

Monica Sittaro
Prorektorin

Jedes Jahr schliessen 30 bis 45 Studenten die Ausbildung an der HFS für Künste, Gestaltung und Design in St. Gallen ab. Jene Studenten, die diesen Sommer abschliessen, dürften sich jetzt verschaukelt vorkommen. Nein, sie hätten lediglich jene Kosten bezahlt, welche die Schule habe decken müssen, um den Lehrgang zu führen. «Wir haben kein Geld verdient an diesen Lehrgängen in den letzten Jahren», rechtfertigt sich Monica Sittaro.

Weit weg von der Konkurrenz

Die Einsparungen passieren vor allem in den Bereichen Sekretariat und Schulleitung. Im weiteren werden in naher Zukunft keine neuen Investitionen getätigt um die Kosten möglichst tief zu halten, so Monica Sittaro weiter.

Die Konkurrenzschulen in Basel, Bern und neu auch in Zürich bieten die vergleichbaren Lehrgänge für 10'000 bis 15'000 Franken an. St.Gallen spart 25 Prozent ein und ist mit knapp 17'000 Franken immer noch weit von der Konkurrenz entfernt.

«Unsere Kalkulation lässt keine weitere Anpassung gegen unten zu», so Monica Sittaro. Dass die St. Galler Schule somit bald auch auf das tiefe Preisniveau der anderen Schulen geht, schliesst sie aus. Viel eher vermutet sie, dass die anderen Schulen von Subventionen profitieren.