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Steuerjahr 2018 St. Galler legen 264 Millionen Schwarzgeld offen

Legende: Audio 2017 war das Schwarzgeld-Rekordjahr abspielen. Laufzeit 02:45 Minuten.
02:45 min, aus Regionaljournal Ostschweiz vom 16.01.2019.

Gegenüber dem Rekordjahr 2017 hat sich die Zahl der Selbstanzeigen von knapp 1300 Fällen auf 900 im Jahr 2018 reduziert. Damit wurde das zweithöchste Resultat erzielt. Die St. Gallerinnen und St. Galler haben im vergangenen Jahr insgesamt 264 Millionen Franken Schwarzgeld offen gelegt.

Vermögenswerte von 2,4 Milliarden Franken angezeigt

In 46 Fällen der 900 Steuersünder ging es um Beträge zwischen einer und fünf Millionen Franken, in sieben Fällen waren es über fünf Millionen. Der höchste offengelegte Betrag liegt bei 20 Millionen Franken. Für Kanton und Gemeinden ergeben die Selbstanzeigen aus dem vergangenen Jahr zusätzliche Steuereinnahmen von knapp sieben Millionen Franken.

Die straflose Selbstanzeige wurde 2010 im Kanton St. Galle eingeführt. Seither wurden rund 2,4 Milliarden Franken nicht versteuerte Vermögenswerte angezeigt.

65'000 Meldungen aus dem Ausland

Die Zahlen hängen mit dem Automatischen Informationsaustausch (AIA) zusammen, den die Schweiz mit dem Ausland Schritt für Schritt einführt. Die Zeit, in der man mit einer Selbstanzeige straflos davonkommt, läuft im 2019 ab. Seit Mitte Dezember fliessen beim Steueramt des Kantons St. Gallen laufend Daten aus dem Ausland ein und die Steuersünder werden überführbar.

Bereits sind auf dem Steueramt des Kantons St. Gallen 65'000 Meldungen eingetroffen. Diese gilt es auf Vermögen zu prüfen, das nicht versteuert wurde. Das Steueramt versuche, sich so rasch als möglich einen Überblick zu verschaffen, um die Daten systematisch und effizient zu analysieren, sagt Felix Sager, Leiter des kantonalen Steueramtes St.Gallen.

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