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Ostschweiz Strafanzeige gegen Circus Royal wegen Löwennummer

Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) hat bei der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen eine Strafanzeige gegen den Circus Royal wegen Tierquälerei eingereicht. Verlangt wird die sofortige Einstellung der Löwennummer.

Legende: Audio Löwennummer soll eingestellt werden (10.08.2016) abspielen. Laufzeit 01:50 Minuten.
01:50 min

In den Vorstellungen des Circus Royal, der derzeit in der Ostschweiz gastiert, würden die Löwen «zu artwidrigen und entwürdigenden Verhaltensweisen gezwungen», schreibt TIR in einer Mitteilung vom Mittwoch. Demonstriert werde dabei in erster Linie die Machtposition des Menschen über wilde Tiere.

Die Löwennummer missachte in «massiver Weise» den Eigenwert der betroffenen Löwen, die gleichermassen erniedrigt und instrumentalisiert würden.

Beim Circus Royal nimmt man die Strafanzeige zur Kenntnis. Die Vorwürfe seien völlig haltlos, so Circusdirektor Oliver Skreinig gegenüber Radio SRF. Im Circus werde die Löwennummer auch weiterhin zu sehen sein, diese sei schliesslich seit März im Programm und auch bewilligt.

Tierschützer verlangen seit längerem, dass in der Schweiz Wildtiere im Zirkus verboten werden. Gemeinsam mit ProTier und Vier Pfoten hat die Stiftung für das Tier im Recht Anfang Jahr eine entsprechende Petition lanciert. Laut TIR haben bereits mehr als 30 Länder Verbote für alle oder bestimmte Tierarten in Zirkussen erlassen.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Selbst wenn die Tiere in Gefangenschaft geboren werden, verlieren sie ihre Instinkte nicht. Da kann der Käfig noch so gross sein – das ist Tierquälerei. Der Transport, die Haltung und obendrein die Dressur. Die Tiere haben enormen Stress. Viele Tiere verkümmern dadurch sowohl psychisch wie auch physisch. Das kann nicht artgerecht sein. ...Zirkustiere in der Manege häufig unnatürliche, teilweise körperlich belastende Bewegungsabläufe zeigen. Deshalb ein Verbot für alle Wildtiere im Zirkus.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Zahlreiche Länder haben die Haltung von Wildtieren in Zirkussen bereits verboten – zu gross ist die Qual der Tiere. Die bzw. der Bundesrat sollte undf muss sich diesem Verbot anschliessen. Ein fahrender Zirkus kann auf die Bedürfnisse der Tiere keine Rücksicht nehmen; ständig wechselder Standort, Käfige müssen Platz sparend transportiert und schnell auf- und abgebaut werden. So leben die Tiere die meiste Zeit in viel zu engen Transportwagen. Zum Klettern, Graben, Laufen, ist kein Platz.
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  • Kommentar von Angela Keller (kira)
    Wildtiere haben in Zirkussen nichts mehr verloren. Ich finde diese Art von Tierhaltung grausam, erniedrigend und instrumentalisierend. Sie haben Verhaltensstörungen, sind aggressiv oder zeigen depressives Verhalten zeigen. Hin und Her, auf und ab im Käfig. Die Tiere können auf der Tournee kein artgemässes Leben in Würde führen und leiden unter permanentem Stress. Wildtiere im Zirkus sind heute schlicht nicht mehr zeitgemäss und aus ethischer Sicht nicht vertretbar. Reine Tierquälerei.
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