Neue Tunnel-Variante Teufen stimmt zum dritten Mal über Tunnel ab

Die Idee ist nicht neu: Bereits 1992 und 2015 stimmten die Teufner Stimmbürger über einen Zug-Tunnel als Entlastung für den Verkehr im Dorfzentrum ab. Damals sagten sie nein zu einer längeren Variante. Am 21. Mai kommt nun ein Kurz-Tunnel zur Abstimmung.

Zwei Männer unter einem Regenschirm lachen in die Kamera. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Reto Altherr, Teufner Gemeindepräsident und Tunnel-Gegner (links), und Jakob Brunschwiler, Tunnel-Befürworter (rechts). SRF / Rebecca Dütschler

Um was geht es: Über 900 Personen haben eine Initiative unterschrieben, einen Zug-Tunnel als Entlastung für den Verkehr im Dorfzentrum von Teufen im Kanton Appenzell Ausserrhoden zu bauen.

Plan Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Doppelspur würde entlang der Hauptstrasse (grüne Linie) führen, der Zug-Tunnel (rote Linie) einen Bogen machen. ZVG

Deshalb gibt es am 21. Mai eine Abstimmung über einen Zugtunnel. Viele Fragen sind noch unklar, unter anderem die Finanzierung. In der ersten Abstimmung geht es lediglich um die grundsätzliche Frage, Tunnel ja oder nein – in einer zweiten um einen Planungskredit, in einer dritten um einen Objektkredit. Geschätzt werden die Kosten aktuell auf 17 bis 33 Millionen Franken.

Pro: Die Befürworter des Tunnels sagen, dieser sei sicherer als eine Doppelspur wie vom Gemeinderat geplant. Zudem gäbe es mehr Gestaltungsfreiheit und Platz für Parkplätze. Der Tunnel würde in circa sieben Jahren fertig gebaut.

Contra: Der Gemeinderat macht sich eher stark für eine Alternative, eine Doppelspur der Zuglinie, welche mit der Strasse vereint würden. Also Zug und Auto würden auf derselben Strasse fahren. Dies gäbe mehr Platz an den Seiten und sei günstiger als die Tunnel-Variante. Die Doppelspur wäre in circa vier Jahren fertig gebaut.